Märchenhaftes Ausflugsziel: Bergpark Wilhelmshöhe

“Der Bergpark Wilhelmshöhe ist weltweit einmalig. Er gilt als Europas größter Bergpark und ist berühmt für seinen einzigartigen Baum- und Pflanzenreichtum, die Museen und Sehenswürdigkeiten und natürlich den Herkules und die Wasserkünste. Im Juni 2013 wurde der Bergpark Wilhelmshöhe mit seinen Wasserkünsten in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen…” so kann man es auf der Internetseite der Stadt Kassel lesen.

Für uns war das ein Grund und dort mal ein Wochenende zu zwei und ohne Kinder zu gönnen. Das machen wir übrigens regelmäßig, denn Zeit zu Zweit ist auch für Eltern wichtig.

Wasserfälle

Wir haben uns zwei Nächte im Schlosshotel Wilhelmshöhe, welches direkt gegenüber dem Park liegt, gegönnt. Unser Tag begann also jeweils am unteren Ende des Parks, wo man das Ballhaus, das große Gewächshaus mit exotischen Pflanzen, und natürlich das Schloss Wilhelmshöhe findet. Das Schloss ist heutzutage ein Museum, welches wir aber nicht besucht haben.

Der Bergpark, der im 18.Jahrhundert erbaut wurde, ist täglich kostenfrei zugänglich. Hunde sind dort ebenfalls erlaubt. Wer den Park zu Fuß erkundet, der legt schon einige Höhenmeter zurück. Für Kinder ist der Park nur bedingt geeignet, es gibt keine Spielplätze oder ähnliches, aber die Möglichkeit ein wenig im Bachlauf zu planschen ist an vielen Stellen gegeben. Der Park hat eine eigene App, mit der man sich prima dort zurechtfindet. Aber auch ohne die App haben wir uns nicht verlaufen, denn es gibt an allen wichtigen Stellen Wegweiser.

Schloss Wilhelmshöhe

Vom Schloss kann man sich dann nach und nach hoch zum Herkules-Denkmal bewegen. Vorbei kommt man dabei an zahlreichen Wasserfällen, die uns sehr beeindruckt haben. Sie geben dem Park ein märchenhaftes Flair. Auch ohne die berühmten Wasserspiele haben uns die Wasserfälle begeistert. Mein Mann, der sich viel mit Fotografie beschäftigt, hatte eigentlich dauerhaft die Kamera in der Hand um die tolle Atmosphäre festzuhalten.

großer See

Der Aufstieg bis hoch zum Herkules ist nicht ohne, man kann aber auch mit dem Auto bis oben fahren und erspart sich somit einige Schweißperlen. Der Parkplatz dort ist außerhalb der Wasserspielzeiten kostenfrei. Wir haben aber zu Fuß den Aufstieg gemacht. Bis zu den Treppen an den Kaskaden ist das sehr gut machbar, dann wird es aber richtig anstrengend. Oben in 530m Höhe angekommen wird man dann mit einer tollen Aussicht belohnt. Dort gibt es auch ein Restaurant mit fairen Preisen, bei dem wir erstmal eine Pause eingelegt haben.

Und dann geht’s wieder runter…
Aussicht von oben

Der Abstieg führte uns dann vorbei am Steinhöfer Wasserfall. Das ist der größte im gesamten Park. Anschließend ging es für uns weiter zur Löwenburg, die wie ein Märchenschloss im Bergpark eingebettet ist. Derzeit wird sie umfassend saniert, trotzdem kann man aber Führungen durch die Burg machen.

Während der Wasserspiele, die im Sommer immer mittwochs und sonntags stattfinden, fließt natürlich deutlich mehr Wasser durch die ganzen Wasserfälle. Diese sind dann sicher noch beeindruckender als an den anderen Tagen. Allerdings ist es dann auch deutlich voller im Park. Wir haben an beiden Tagen einen schön leeren und ruhigen Park erlebt, an dem wir die Schönheit der einzelnen Bauwerke intensiv erleben konnten. Es war auch kein Problem Fotos ohne Menschen drauf zu machen. An zwei Tagen sind wir knapp 20km gelaufen und haben den ganzen Park erkundet, an vielen Stellen verweilt und manche Orte auch zweimal besucht.

Einziger Wermutstropfen bei unserem Besuch waren die Bauarbeiten am Herkules-Denkmal. Dort stehen noch einige Kräne und es ist derzeit nur eine Treppe begehbar.

Die Löwenburg

Wir waren absolut begeistert von der Schönheit des Weltkulturerbes. Uns war nicht bewusst, dass es sowas schönes nur anderthalb Stunden von zu Hause entfernt gibt. Wir werden ganz sicher wiederkommen, wenn die Bauarbeiten komplett abgeschlossen sind. Ich kann wirklich jedem dieses Ausflugsziel, für das man nicht mal Eintritt zahlen muss, empfehlen. Die Wasserfälle sollte man wirklich mal gesehen haben.

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